Wildwasser-Bundestrainer in Trier


Der Nachwuchs der Trierer Kanufahrer 1948 e.V. (TKF) im Wildwasser-Rennsport blickt auf eine erfolgreiche Saison 2006 zurück.

von Alfred Schumacher

Auf zahlreichen nationalen Regatten konnten die Trierer Kanu-Athleten in diesem Jahr vordere Plätze erreichen. In der nationalen Rangliste der männlichen Jugend (15- bis 16-jährige) stehen am Ende der Saison die beiden Trierer Peter Schumacher auf Platz vier und Sebastian Romberg auf Platz fünf. Christian Endres, Oliver Schmitt und Dominique Michels konnten gute Mittelfeldplatzierungen erreichen. Die herausragenden Veranstaltungen der Saison waren die Süddeutschen Meisterschaften auf der Enz im Schwarzwald und die Deutsche Meisterschaft auf der Möll in Kärnten.

Auf der Enz wurde Sebastian Romberg Süddeutscher Meister im Sprint und Peter Schumacher Vizemeister. In den Classic-Einzel-Rennen erreichte Sebastian Romberg den Vize-Meistertitel, Peter Schumacher wurde vierter. Die Mannschaft mit Endres, Romberg und Schumacher wurde auf der Classic-Distanz (ca. 5 km) Süddeutscher Vizemeister. Auch der zwölfjährige Lukas Schmitt konnte bei den Schülern B aufs Treppchen fahren und wurde dritter.

Nach diesen Erfolgen wurde die Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft in Angriff genommen. Es gab ein Trainingslager an der Möll. Hier lernten die Nachwuchsfahrer die anspruchsvolle Wildwasserstrecke hautnah kennen. Unter Anleitung von Klaus Marx, dem Wildwasser-Rennsportwart des Kanuverbandes Rheinland wurde drei Tage lang intensiv trainiert. Eine Woche später wurde es ernst: Die Deutsche Meisterschaft stand auf dem Wettkampf-Programm. Peter Schumacher wurde in der Classic/Jugend sechster und Sebastian Romberg achter; Lukas Schmitt erreichte den siebten Platz. Die Sprintwettbewerbe wurden für die Trierer Teilnehmer nur in der Juniorenklasse ausgetragen. Diese fuhren auch hier ganz weit nach vorne. In der Jugend-Wertung wurde Peter Schumacher Deutscher Vizemeister und Sebastian Romberg dritter. Im sehr gut besetzten Jugend-Mannschaftsrennen verpassten die Trierer ganz knapp einen Podiumsplatz und wurden vierte. Insgesamt zeigte hier die gute Arbeit der TKF-Trainer Jan Starszynski und Pascal Eckert sichtbaren Erfolg.

Die guten Platzierungen blieben auch Bundestrainer Günter Schröter nicht verborgen. Am Samstag, 1. Dezember 2006, war er in Trier und trainierte den ganzen Tag den TKF-Nachwuchs. Weitere Teilnehmer aus Bitburg und Remagen kamen zu dieser besonderen Trainingseinheit. Trainer und Betreuer konnten aus dem reichen Erfahrungsschatz viel mit nach Hause nehmen. Die Jugendlichen waren mit viel Freude bei der Sache. Von jedem Teilnehmer wurde ein Videofilm aus verschiedenen Perspektiven erstellt, wobei die Trierer Berufsfeuerwehr mit Ihrem Rettungsboot die Filmaufnahmen auf dem Wasser ermöglichte. Bei der anschließenden Video-Analyse im Bootshaus gab der Bundestrainer den Athleten wertvolle Tipps zum Techniktraining. Er lobte den vorbildlichen Ausbildungsstand und zeigte jedem individuell die Möglichkeiten, seine Fertigkeiten zu verbessern. Die vielen Fragen der Sportler und Vereinstrainer wurden von Schröter fundiert beantwortet.

Dieses Jahr gehörte Deutschland – nicht zuletzt durch die gute Arbeit des Bundestrainers – international zu den erfolgreichsten Nationen im Wildwasser. Bei der Weltmeisterschaft in Tschechien erreichte Deutschland Weltmeister- und Vizeweltmeistertitel in dieser Disziplin. Als Abschluss zeigte Günter Schröter noch einen Film von der zurückliegende Saison. Im Bootshaus sorgten die guten Geister unter Regie von Jugendleiterin Stephanie Kieffer für das leibliche Wohl der Sportler, Trainer und Betreuer. Nach diesem Trainingstag mit dem Bundestrainer sind die TKF-Nachwuchssportler hochmotiviert und haben sich für die kommende Saison viel vorgenommen.


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