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Trierer Kanufahrer weiter auf Erfolgskurs: Peter Schumacher gewinnt Sprintranglistenrennen in München

Am vergangenen Wochenende fanden, neben dem Oktoberfest in München, das Wildwasserrennen auf dem Münchener Wildwasserkanal und der Isarmarathon statt.

Unser TKF-Rennsportteam, bestehend aus Sebastian Romberg, Christin Willert, Peter Schumacher und für den Marathon startend, Alfred Schumacher wurden wie jedes Jahr bestens bei der TG-München untergebracht.

 

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Sebastian

Samstags standen die Sprint-und Klassikrennen an. Hier erreichte Peter Schumacher im Sprintrennen, welches gleichzeitig auch ein nationales Ranglistenrennen war, unter den Augen von Bundestrainer Gregor Simon, den 1. Platz.  Sebastian Romberg fuhr auf einen sehr guten siebten Platz, noch vor Sylvan Wyss, einem Schweizer Nationalfahrer. Christin erreichte in der Damen Leistungsklasse den achten  Platz.

Nachmittags standen die Klassikrennen an. Eine Besonderheit bei dem Klassikrennen in München ist, dass dieses ein Massenstartrennen ist und nicht wie sonst, mit einem Abstand von 30 Sekunden gestartet wird. Nach einem sehr guten Start erreichte Peter mit einer Fahrzeit von 11:21,91 Minuten die Silbermedaille hinter Andreas Heilinger aus Köln. Sebastian fuhr auf Platz zwölf. Christin paddelte in der Damen-Leistungsklasse auf Platz fünf.

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Peter

Sonntags stand das Marathonrennen auf der gut eingeschenkten Isar an. Start war in Bad Tölz und Ziel nach 23 km in Wolfratshausen unter der Straßenbrücke. Der Isar-Marathon wird von vielen Startern als erste Prüfung für den im November stattfindenden Ardeche-Marathon in Südfrankreich gesehen. Sebastian und Peter fuhren im Zweier-Kajak und wurden in einer Zeit von 1:08:58  Zweite in der Gesamtwertung. Christin ist im Kajak-Einer gestartet und fuhr in einer Zeit 1:27:18 in ihrer Altersklasse auf Platz 1. Alfred Schumacher, einer der ältesten Teilnehmer, fuhr auf den 43. Platz.

Nächstes Wochenende startet das Team der TKF in Luxembourg auf der Alzette. Sebastian und Peter bereiten sich außerdem intensiv auf den Ardeche-Marathon vor. In diesem Jahr wollen Sie an der Spitze angreifen und eine gute Platzierung erreichen. Der Ardeche-Marathon ist eines der größten Paddel-Events weltweit mit nahezu 2000 Teilnehmern. Die anspruchsvolle Strecke führt durch die wilde Ardeche-Schlucht und lockt Paddler aus der ganzen Welt im Spätherbst nach Südfrankreich.

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Christin

Marathon des Gorges de l`Ardeche


Größtes Kanu- und Kajak-Event der Welt mit ca. 1800 Teilnehmern in verschiedenen Bootsklassen

Nach einer erfolgreichen Rennsaison 2007 nahmen unser Trainer Jan Starszynski, der Juniorenfahrer Sebastian Romberg und die Jugendfahrer Oliver Schmitt und Peter Schumacher am Ardeche-Marathon teil. Alfred Schumacher war als Koch und Betreuer mitgereist und nahm ebenfalls die 36 km lange Marathonstrecke in Angriff.

Am 8.11.2007 gegen Abend begann die Reise bei Regenwetter vor unserem Trierer Bootshaus. Gegen 3 Uhr nachts erreichten wir unseren Campingplatz in Vallon. Bei sternenklarer Nacht wurden in Windeseile die Zelte aufgebaut und um 4 Uhr lagen wir bei 10° und trockenem Wetter in den Schlafsäcken.

Am Freitagmorgen bauten wir das Küchenzelt auf und frühstückten mit frischem französischen Baguette. Jan und Alfred fuhren zur Anmeldung und Startnummernausgabe und machten sich ein Bild von den Örtlichkeiten. Ein Zelt für die Anmeldung war aufgebaut und es herrschte großes Gedränge. Nach der Startnummernausgabe bekam jeder Teilnehmer eine Tüte mit Sponsorenartikeln geschenkt. Zur Überraschung lag in jeder Tüte ein neuer Wildwasserhelm. In Frankreich ist Paddeln schon fast Volkssport und zahlreiche Sponsoren unterstützen die Veranstaltung. Mittags machten wir eine Trainingsfahrt.

Am 10. 11. 2007 um 11.30 Uhr startete der Marathon durch die große Ardeche-Schlucht. Direkt an unserem Campingplatz war der Start. Zahlreiche Boote warteten und es herrschte ein Geschiebe und Gedränge um die besten Startpositionen. Sofort nach Beginn verwandelte sich die Ardeche in einen Hexenkessel. Alle paddelten wie wild los und beim Start gingen schon die ersten baden.

Bei traumhaftem Wetter mit 15°C und 40 m³/s Zuschusswasser ging es auf die ersten Stromschnellen und Engstellen zu. In der Charlemagne, kurz vor dem Pont d`Arc, wurde es sehr eng. Die Ideallinie zu finden war kaum möglich. Gefahren wurde dort, wo Platz war. Unsere Rennfahrer im vorderen Feld kamen gut durch. Alfred mit seinem Seekajak nahm ein unfreiwilliges Bad. Anschließend zog sich das Feld immer weiter auseinander und man konnte seine Linie unbehindert suchen. Starke Fallwinde behinderten die Fahrt. Leichte Abfahrtsboote wurden regelrecht umgeblasen und etliche Paddler schwammen selbst auf ruhigen Abschnitten. Zwischendurch legte sich der Wind und es war sonnig und warm, kurz gesagt: ein Traumpaddeltag.

Die Zeit verflog und das Ziel in St. Martin kam immer näher. Am Ende wurde um jede Position gekämpft und die Paddler wurden von einer großen Zuschauermenge mit Beifall empfangen. Jeder bekam ein Lunchpaket und warme Getränke.

Die gesamte Organisation war perfekt. In der Schlucht waren überall Rettungsposten und Sanitäter postiert. Rettungshubschrauber und Ärzte standen bereit. Unterwegs gab es eine Verpflegungsstation beim Biwak Gournier. Hier musste man spätestens nach 2,5 Stunden eingetroffen sein, andernfalls war das Rennen hier beendet. Für die gesamte Distanz standen maximal 5 Stunden zu Verfügung. Später ankommende Paddler wurden nicht mehr gewertet. Die Trierer Kanufahrer kamen alle unbeschadet und schnell ins Ziel.

Gewonnen wurde der Marathon von den beiden Kölnern Stephan Stiefenhöfer und Max Hoff im Zweierkajak (K2) in der Gesamtzeit von einer Stunde und 48 Minuten.


Die Ergebnisse der Trierer Teilnehmer:

  • Sebastian Romberg  2h 18´20” 46. Platz K1 Herren
  • Peter Schumacher 2h 19´01”  48. Platz K1 Herren
  • Oliver Schmitt 2h 33´53”  122. Platz K1 Herren
  • Diese drei Jungs waren mit die jüngsten Teilnehmer mit 16 und 17 Jahren und wurden mit der Herrenklasse gewertet.
  • Jan Starszynski  2h 25´28” 76. Platz K1 Herren
  • Alfred Schumacher  3h 17´19” 256. Platz K1 Herren

Der Trierer Eric Klas startete für seinen spanischen Verein und wurde mit 2h 13´ bei den Herren K1 zweiundzwanzigster.


Angesichts der unglaublich hohen Starterzahl war das für Trier ein Super-Ergebnis!

In der Klasse “Herren K1” starteten insgesamt 338.

Abends fand in der Halle in Vallon die Siegerehrung mit Verlosung von Paddeln, Booten und Zubehör statt. Sonntags gegen 11 Uhr traten wir die Heimreise an und kamen gegen 20.30 Uhr wohlbehalten in Trier an.

Mit schönen Eindrücken von einer gelungenen Veranstaltung haben wir die Saison 2007 abgeschlossen und werden sicher nochmal dabei sein. An alle daheim Gebliebenen: Fahrt nächstes Jahr mit. Es lohnt sich wirklich!


Infos und Bilder unter: www.marathon-ardeche.com

Ardèche für Kenner, Könner und Kenterer!

von Juliane & Karli Romberg

Die Trierer Kanufahrer sind in den Osterferien häufig an der Ardeche anzutreffen. Auch in diesem Jahr entschlossen sich 18 Kanuten mitzufahren. Nach einer guten Vorbereitung mit Sicherheitstraining und einer Sauerfahrt (hier wurde die Kenterung, wenn auch unfreiwillig, mit anschließender Rettung schon geübt) freuten wir uns auf die kommenden Tage in Frankreich.

Noch nicht ganz munter, fuhren wir am 12. April frühmorgens um fünf los. Von Beginn an wurden alle Flüsse, an denen wir vorbeikamen, auf Befahrbarkeit und Spielstellen beurteilt. Alle Flüsse hatten satt Wasser und unsere eingefleischten Ardèchekanuten überlegten schon, welche Flüsse in diesem Jahr alle befahren werden könnten. Die Enttäuschung bei unserer Ankunft war allerdings groß, denn ausgerechnet die Ardèche hatte nichts vom paweiten Dauerregen mitbekommen; mit einem mittleren Sommerwasserstand war für uns nur die Ardèche befahrbar. Trübsalblasen wurde durch aktiven Aufbau der Zeltstadt verdrängt. Stefan versuchte das neue Mannschaftszelt aufzubauen, allerdings ohne Beachtung der Aufbauanleitung. Nach zwei Stunden löste sich das größte Chaos auf und die erste Küchencrew konnte ihre Arbeit aufnehmen.


Am nächsten Tag fuhren wir bei strahlend blauem Himmel, frischen bis kalten Wassertemperaturen und einem eisigen Gegenwind durch die bizarre Felsenlandschaft der Ardèche. Abends waren alle bis auf Alexander platt. Vor Hans und Ruth, die sich gut mit Filmen eingedeckt hatten, musste man sich zu Wasser und zu Land in Acht nehmen. Böse Zungen behaupteten, Hans wollte seine Kenterungen durch Fotos an Rutschen und Kenterstellen vertuschen. Mindestens einmal wurde er dabei auch ertappt.


Die Ardècheschlucht ist immer eine besonders schöne Strecke. Horst und Michael mieteten sich ein Boot, um die Tour mitzufahren. Ihr Kontingent an Wechselkleidung hatten beide schon nach der ersten Kurve erschöpft, schlimmer war allerdings, dass  auch die Verpflegung der gesamten Gruppe von den Kenterungen in Mitleidenschaft gezogen wurde: 14 nasse und ungenießbare Baguettes fanden sich in der Verpflegungstonne. Aber Wurst schmeckt bekanntlich auch ohne Brot.





Abends versuchte die Tagesküchencrew zur Entschädigung ein besonders schmackhaftes Menü zu zaubern und wurde auch reichlich dafür gelobt. Abends, wenn Horst seine Gitarre auspackte und Lieder der 50iger, 60iger und 70iger Jahre sang, wurde es gemütlich. Jochen begleitete ihn auf der Schlitztrommel; alle anderen versuchten mitzusingen.

Schade nur, dass die zehn Tage so schnell vorbei waren!